TEILZEITMODELLE

20.12.2018

Hat man den richtigen Job, den passenden Chef und - als Mutter oder Vater - die ideale Betreuung, dann ist das ein absoluter Glücksfall! Sie möchten gerne eine Weiterbildung besuchen und dennoch Ihrem verantwortungsvollen Job nachgehen, ohne dabei Kompromisse einzugehen? Dann sollte es bei einem aufgeschlossenen Arbeitgeber möglich sein, das Pensum reduzieren zu können. Ob Sie trotzdem dieselben Verantwortlichkeiten beibehalten können, wird sich bestimmt in einem klärenden Gespräch zeigen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Hier soll trotzdem eine generelle Frage erlaubt sein: Gilt man als Arbeitgeber attraktiver, wenn man Teilzeitstellen anbietet oder ist dies ein Arbeitszeitmodell, welches mehr Aufwand als Ertrag bedeutet? Aus Arbeitnehmersicht ist es sicherlich so, dass Arbeitgeber und Chefs bessere Karten haben, wenn sie offen sind für verschiedene Arbeitsmodelle. Eltern können nach der Geburt des Babys trotzdem ihrem gewohnten Job nachgehen und sich darüber freuen, die berufliche Karriere weiterführen zu dürfen. Weiterbildungsfreudige sind erleichtert, wenn sie sich den Traum Ihrer Ausbildung verwirklichen können und trotzdem nicht auf die Annehmlichkeiten des Angestelltseins verzichten müssen.

Berufstätige, welche sich für ein Teilzeitmodell entscheiden, können auf diverse Varianten zurückgreifen: Das Halbtagsmodell, bei welchem der Arbeitnehmer entweder vormittags oder nachmittags arbeitet und viele Vorteile bietet, die Variante, dass an ganzen Tagen, jedoch nur an bestimmten Wochentagen gearbeitet wird oder die Möglichkeit, dass ein Teil im Home-Office-Modell gearbeitet werden kann: praktisch, neuzeitlich und gut. Doch gilt es, die Vorgaben der Firma zu berücksichtigen und auch die Absprache im Team soll nicht ausser Acht gelassen werden. Haben Sie schon einmal vom Modell "Jobsharing" gehört? Genau, auch dies ist eine spannende Möglichkeit, eine Vollzeitstelle mit mehr als einer Person zu besetzen. Hierbei können sich z. B. zwei Personen einen Arbeitsplatz teilen und dadurch die Aufgaben und Verantwortlichkeiten den eigenen Fähigkeiten und Präferenzen anpassen. Eine weitere Möglichkeit im Teilzeitbereich ist das "Teilzeit Invest". Bei dieser Variante arbeitet man z. B. zu 100 % und erhält einen vereinbarten Teilzeitlohn. Das Arbeitszeitguthaben, welches man sich dadurch anspart, lässt sich zu einem späteren Zeitpunkt in Form von einem Sabattical oder erhöhtem Ferienanspruch einsetzen. So können zum Beispiel Erziehungsberechtigte einen Teilzeit-Arbeitsvertrag zu 50 % abschliessen, arbeiten jedoch 80 % und dadurch während den gesamten Schulferien frei nehmen. Eine ideale Lösung, wenn die Betreuung während den Schulferien nicht gewährleistet ist.

Wo liegen die Vor- und Nachteile?

Die Vorteile für beide Seiten liegen klar auf der Hand: Ein Mitarbeiter, der sich ein Sabbaticaljahr gönnen durfte, wird danach zufrieden und dankbar an den Arbeitsplatz zurückkehren. Eltern, welche davon profitieren können, während der Schulferien für ihr Kind da zu sein, sind gleichermassen glücklich. Möchte ein Vater oder eine Mutter die Zeit mit dem Kind intensiv nutzen und dadurch reduziert arbeiten, kann der Arbeitgeber ohne Einbusse auf den Wissensschatz des Mitarbeiters zählen und muss sich nicht davor fürchten, diese Person mit seinem ganzen Know-how kostspielig ersetzen zu müssen. Doch wo Vorteile sind, gibt es auch Nachteile. Hat man sich entschlossen, sein Pensum für einen gewissen Zeitraum zu reduzieren, muss man damit rechnen, dass eine spätere automatische Pensumerhöhung nicht mehr möglich sein könnte. Während einem Sabbaticaljahr kann durch die Distanz zum Job Wissen verloren gehen, man ist nicht mehr am Puls der Zeit und verpasst allenfalls wichtige interne Entscheidungen oder personelle Veränderungen. Ein weiterer Nachteil ist sicherlich die Lohneinbusse. Mit dem reduzierten Lohn muss allenfalls auf einiges verzichtet werden und auch die Beiträge für die berufliche Vorsorge fallen tiefer aus. Ist die Existenz durch die Reduktion nicht gefährdet, ist gegen eine Teilzeitanstellung absolut nichts einzuwenden und auf jeden Fall empfehlenswert.

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