Gleichstellung von Frauen und Männern

01.06.2021

Ein prekäres Thema, worüber es an dieser Stelle ganze Bücher zu schreiben gäbe. Eine Thematik, welche aktueller nicht sein könnte, obschon sie bereits seit Jahrhunderten einen bedeutsamen Diskussionspunkt darstellt. Die Gleichstellung zwischen Mann und Frau, es scheint ein langer Prozess zu sein. Ein zu langer Prozess. Zwar hat sich auf historischer Ebene in Bezug auf das Rollenbild bereits vieles getan, denn theoretisch sind sich Frauen und Männer in der Schweiz heute gleichgestellt – zumindest auf Papier. Mit dem Frauenstimmrecht (1971) rollte ein Stein in Bewegung, welcher längst hätte in Gang gebracht werden sollen. Wir machten seither also Fortschritte, wenn auch nur kleine.

Betrachten wir parallel die technologische Entwicklung desselben Zeitraums, ist es absolut unverständlich, dass wir heute, im 21. Jahrhundert und Abermillionen von Apps und politischen Ereignissen später, noch immer um Lohngleichheit kämpfen müssen – nicht wahr?

Ist der deutliche Lohnunterschied berechtigt?

Selber Job, selbe Position, selber Bildungsstand, selbe Erfahrung. Und trotzdem erhalten Frauen im Durchschnitt 11.5 % weniger Lohn für die exakt gleiche Funktion. Einfach aus Prinzip oder wie sonst lässt sich dies logisch begründen? Oftmals wird damit argumentiert, dass Frauen häufiger im Teilzeitmodel arbeiten (müssen) und aufgrund dessen folglich kleinere Chancen auf eine Karriere haben. Berechtigt das den grundsätzlichen Lohnunterschied? Eine weitere gängige These soll das scheinbar schlechtere Verhandlungsgeschick von Frauen sein. Während angehende Arbeitnehmerinnen in Verhandlungsgesprächen oft erwähnen würden, dass ihnen der Lohn nicht so wichtig sei, nennen angehende Arbeitnehmer im Vergleich häufiger den genau geforderten Betrag.

Lernende ausgenommen

Bis und mit Abschluss der Berufsausbildung bleiben junge Erwachsene immerhin noch verschont vom Thema Lohngleichheit – denn, ob Jugendliche oder Jugendlicher: Das Salär variiert lediglich von Lehrjahr zu Lehrjahr und von Beruf zu Beruf. Ab Zeitpunkt des Eintrittes in den Arbeitsmarkt ändert sich dies dann allerdings. So konnte im Rahmen von Forschungsprojekten berechnet werden, dass junge Frauen im Schnitt 7 % weniger Lohn erhalten als junge Männer – und das im selben Beruf, unter den gleichen Bedingungen. Im Schnitt erhalten sie damit rund 300 Franken weniger Lohn pro Monat, was sich in Anbetracht der steigenden Löhne über die folgenden Jahre hinweg gerechnet zu einem beträchtlichen Defizit summiert.

Gemeinsam aktiv werden

Und darin sind wir bereits richtig gut geworden. Immer mehr Leute – ob Frauen oder Männer - setzen sich heute intensiver mit dem Thema Gleichberechtigung auseinander und machen sich damit für die Lohngleichheit stark. Je grösser das grundsätzliche Umdenken hinsichtlich unseres Frauenbildes, desto näher kommen wir unserem Ziel der dringlichen Lohngleichheit. Wichtig ist ausserdem, dass Frauen in Kaderpositionen entsprechend gefördert werden sollen. Hierzu haben wir ein paar hilfreiche Tipps für Frauen auf Ihrem Karriereweg:

  • Verhandeln Sie sachlich, wenn es zum Gehaltsgespräch kommt
  • Glauben Sie an Ihr Können und nehmen Sie grosse Herausforderungen mit Elan an
  • Bilden Sie sich weiter und stehen Sie für Ihre Skills und Ihre Rechte ein
  • Leben Sie Ihre Netzwerke aktiv aus und fördern Sie dadurch Ihre Business Kontakte

Wenn Sie weitere hilfreiche Tipps zum Thema Lohn und Lohngleichstellung haben, kontaktieren Sie uns – wir sind sehr gerne für Sie da und unterstützen Sie bei sämtlichen Themen Ihrer Karriereplanung.

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Photo by Piret Ilver on Unsplash

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