Der Remote Arbeitsplatz

31.01.2020

Es ist Dezember, das Jahr ist in wenigen Tagen zu Ende und die letzten Arbeiten des Jahres werden eifrig und motiviert erledigt, um den Jahresanfang besonders frisch zu starten. Falls Sie Ihr Mitarbeitergespräch schon durch haben: Wie ist es gelaufen? Sind Sie zufrieden mit dem Ausgang oder hätten Sie sich mehr erhofft? Woran lag es, dass Sie Ihre Anliegen nicht so platzieren konnten, wie Sie wollten? An diejenigen, die den grossen Moment noch vor sich haben: Sind Sie sich Ihrer Vorstellungen bewusst, welche Sie über das Mitarbeitergespräch haben?

Die Mitarbeiterbewertung mit «einmaligem» Situationscharakter.

Üblicherweise werden Mitarbeitergespräche einmal im Jahr durchgeführt. Ein Tag, der über alle Tage des Jahres entscheidet. Ein Tag, der über Erfolg oder Misserfolg Auskunft gibt. Ein Tag, der die Leistungen der letzten 364 Tage in komprimierter Form wiedergibt. Viele Angestellte sind nervös und unsicher – ein Tag, der über so vieles entscheidet: Habe ich alle Ziele erreicht? Erhalte ich den von mir erarbeiteten Bonus und gibt es allenfalls die Lohnerhöhung, die ich verdiene? Sie kennen es: angespannt betreten Sie das Sitzungszimmer und sind überzeugt, dass Sie heute endlich mal auf den Tisch hauen werden! Endlich werden Sie Ihrem Chef sagen, dass Sie Ihren Job eigentlich sehr gerne ausüben, doch die Wertschätzung höher sein dürfte. Es reicht Ihnen nicht, dass Sie nur einmal im Jahr bewertet werden. Sie möchten gerne eine sofortige Rückmeldung. Sie hatten einen Erfolg zu verzeichnen, der Sie, Ihr Team oder sogar die ganze Firma ein Stück weiter nach vorne bringen konnte? Dann möchten Sie eine zeitnahe Wertschätzung erfahren. Denn der Erfolg, den Sie im Juli feierten, soll nicht erst im März des Folgejahres gelobt werden – Sie möchten JETZT hören, wie toll Ihre Arbeit war. Auf Ihren Notizen fein säuberlich notiert, haben Sie alle Punkte, die Sie stören oder freuen, aufgelistet. Ihr Chef hingegen spult die gleiche Leier ab, wie jedes Jahr und er schafft es immer wieder, Sie mit vielen Erklärungen dazu zu bringen, dass Sie Ihre Forderungen und Wünsche für sich behalten. Ja, Sie können schon fast froh sein, den Job überhaupt behalten zu dürfen! Also gehen Sie enttäuscht und leicht geknickt aus dem Sitzungszimmer und arbeiten still und frustriert weiter – nächstes Jahr vielleicht? Bestimmt!

Sie können, also dürfen Sie!

Als wertvolle Fachperson sind Sie im Unternehmen eine Schlüsselperson in Ihrem Bereich. Wäre Ihre Funktion obsolet, wären Sie wahrscheinlich gar nicht erst zum Mitarbeitergespräch eingeladen worden. Ihr Chef schätzt Sie als Arbeitnehmer, als Arbeitnehmerin, denn Sie leisten eine hervorragende Arbeit – zum vereinbarten Lohn. Warum sollte also ein Chef von sich aus mehr Lohn bieten? Die Budgetverantwortung bringt ihn dazu, das Jahresbudget möglichst stimmig einzuhalten.

Beachten Sie: Das Mitarbeitergespräch ist eine zeitintensive Arbeit, die möglichst unkompliziert über die Bühne gehen soll. Genau deshalb soll dieses bestmöglich vorbereitet sein und sämtliche Themen angesprochen werden, welche die Leistungen und Forderungen betreffen. Wichtig: Als Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer dürfen Sie fordern! Sie bieten eine hohe Loyalität, überdurchschnittliche Leistungen und ein hohes Verantwortungsbewusstsein? Erklären Sie, warum Sie sich von den 08/15-Mitarbeitenden abheben, «verkaufen» sie sich auf eine Art, wie Sie gerne von anderen (Ihnen wohl-gestimmten Menschen) beschrieben werden möchten. Erklären Sie, welches Ihre Meilensteine waren, wo Sie Herausforderungen gemeistert haben und wo Sie Verbesserungspotenzial besitzen. Seien Sie ehrlich, authentisch und transparent. Fordern Sie, was Sie verdienen – wenn Sie auf Ihre wohlverdiente Lohnanpassung (ja, ein viel angenehmeres Wort) verzichten, freut sich Ihr Arbeitskollege oder Ihre Arbeitskollegin – denn dann bleibt der Budget-Topf, aus welchem Ihr Chef schöpfen kann, für sie oder ihn besser gefüllt. Das Mitarbeitergespräch eignet sich ausserdem auch hervorragend, dem Chef die Meinung zu sagen. Sachlich und korrekt, versteht sich. Denn wie soll sich Ihr Chef verbessern, wenn er keine Ahnung hat, was es zu verbessern gibt? Sie werden sehen, wie sehr dies von Ihrem Gegenüber geschätzt wird, wenn Sie mitteilen, wie die Zusammenarbeit noch besser gestaltet werden kann.

Die Zukunft ist nur ein Papier weit entfernt.

Als Teil des Mitarbeitergesprächs werden die Ziele begutachtet, analysiert und bewertet. Wie haben Sie Ihre Vorgaben erreicht? Vollumfänglich? Teilweise oder nicht erfüllt? Kann es daran liegen, dass die Ziele allenfalls unrealistisch formuliert oder definiert wurden? Nehmen Sie sich das zu Herzen für das Folgejahr: Legen Sie jene Ziele schriftlich fest, welche vernünftig und realistisch umsetzbar sind. Nur so können Sie Erfolge verzeichnen – und Erfolge motivieren ungemein! Nicht nur monetär, auch emotional.

Das Mitarbeitergespräch der Neuzeit.

Viele Firmen sind noch weit davon entfernt, Traditionen zu brechen. Das jährliche Mitarbeitergespräch ist ein Organ, welches messbar ist und standardisiert umgesetzt werden kann. Doch die jungen Generationen Y und Z machen es uns vor – sie möchten sofortige Feedbacks. Sie möchten nicht auf den Tag X warten, bis sie darüber informiert werden, ob sie gut oder weniger gut arbeiten. Die Aufgabe wurde erledigt, das Feedback soll kommen. Daher ist ein «Instant Feedback» sehr wertvoll und gleichzeitig zeitgemässer. Auch Grossfirmen können dies in die Arbeitsprozesse einbauen und regelmässige Feedbackgespräche implementieren. Ob wöchentlich oder monatlich spielt keine grosse Rolle: Hauptsache zeitnah!

Wie sehen Ihre Mitarbeitergespräche aus? Sind Sie mit dem Gesprächsablauf zufrieden und erhalten Sie das Feedback, das Sie sich wünschen? Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Tipps für Ihr nächstes Mitarbeitergespräch benötigen – wir beraten Sie gerne!

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