DAS ALTER IST MEHR ALS NUR EINE ZAHL

29.05.2019

In der Blüte des Lebens steckend, ist vielen jungen Arbeitnehmenden die Zeit des Berufslebens im leicht erhöhten Alter noch weit entfernt und die Umstände einer allfälligen Jobsuche ü50 nicht bewusst. Man ist jung, arbeitet, wechselt den Job, so wie es gerade gefällt und gönnt sich gerne auch mal ein Sabbatical-Jahr, wenn das Arbeiten zu anstrengend und die Selbstverwirklichung ein Thema wird. Erreicht man das 40. Altersjahr, beginnt langsam die Zeit des Nachdenkens. Wie sieht wohl die Berufswelt bis zur Pensionierung denn so aus. Ist die Vorstellung von Sonne, Strand und Meer nach der Pensionierung umsetzbar? Ja, das ist möglich, wenn alles am Schnürchen läuft und keine Arbeitslosigkeit droht.

Ü50 – eigentlich das beste Alter!

Ganz nüchtern betrachtet, sind Arbeitnehmende ü50 im besten Alter: Sie haben grosse Lebenserfahrung, einen prall gefüllten Rucksack mit Berufserfahrungen und sind in einem gesetzteren Zustand als die jüngeren Arbeitnehmenden. Die Selbstfindungsphase ist durch, die Verantwortungen grösser und oftmals spielen die Themen Familie und Wohlstand eine grosse Rolle. Im Alter ü50 möchte man sich was Schönes gönnen, die Ferien werden möglicherweise etwas teurer, da gediegener und die Hobbies ruhiger – aber allenfalls auch kostspieliger. Kurz: Das Leben über der 40er-Grenze zeigt sich kostenintensiver und das erwirtschaftete Einkommen wird für die Erhaltung des sich erarbeiteten Lebensstandards verwendet. Somit ist auch ein sicherer Beruf wichtig und die Karriere in dieser Etappe des Lebens oftmals fortgeschritten. Deshalb wird auch ein Jobwechsel genauer geplant und die Kriterien an den neuen Arbeitgeber sind gleichermassen hoch. Die Sicherheit, eine neue Arbeit zu beginnen und an diesem Arbeitsplatz bis zur Pensionierung bleiben zu können, wird wichtiger denn je.

Und dann kommen die Jungen, die’s günstiger machen.

Es ist schon so, dass viele junge Menschen weniger Lohn verlangen – weil sie’s können. Sie besitzen weniger Berufserfahrung als die ältere Generation und oftmals reicht ihnen auch ein reduziertes Arbeitspensum, um die Work-Life-Balance im Schuss zu halten. Von der Arbeitgeberseite aus spielen auch die Kosten der Sozialversicherungen sowie die Krankheitsanfälligkeiten eine grosse Rolle, wenn es um die Wahl nach jung oder alt geht. Doch seien wir mal ehrlich: Kann es wirklich nur daran liegen, dass die älteren Semester den jüngeren Kandidaten den Vortritt lassen müssen? Viele Firmen müssen sich Gedanken darüber machen, wen sie einstellen möchten. Dass der Wunschkandidat oder die Wunschkandidatin bestenfalls 25 Jahre alt sein soll, mind. 15 Jahre Berufserfahrung und keine Sonderwünsche mitbringen soll, versteht sich von selbst – so war (und ist es leider auch heute noch vielerorts so) der Tenor vieler Arbeitgeber. Die Hoffnung darf jedoch nicht aufgegeben werden. Denn mittlerweile kommen einige Rekrutierungsprofis von dieser eierlegenden Wollmilchsau weg und verlassen sich vermehrt wieder auf die wichtigen Komponenten: Persönlichkeit, Skillset, Erfahrung, Sozialkompetenzen und Sympathie. Ob diese Persönlichkeit nun etwas älter oder jünger ist, sollte eigentlich eine sekundäre Rolle spielen. Den richtigen Menschen in der richtigen Funktion einzusetzen: das ist es, worauf man sich konzentrieren soll.

Den Mut haben, mutig sein zu dürfen.

Gehören Sie zur Kategorie ü50 und verstecken auf Ihrem Lebenslauf Ihr Geburtsdatum, so dass dies nicht gleich zu Beginn ein Hindernisgrund ist? Lassen Sie das. Haben Sie Mut und stehen Sie zu Ihren Fähigkeiten! Heben Sie diese hervor und zeigen Sie, was Sie haben und können. Was Sie auf jeden Fall tun sollten: Investieren Sie in einen guten Fotografen, der Ihnen ein schönes Bewerbungsbild macht. Das alte Foto, auf welchem Sie noch 30 Jahre alt waren, ist bestimmt hübsch – doch ist es für die Stellensuche eher hinderlich. Ein schönes, aktuelles Foto, auf welchem Sie frisch und motiviert aussehen (auch wenn ein paar graue Haare hervorblitzen), wird Ihnen bestimmt die Türe öffnen, vor welcher Sie gerne bald stehen möchten. Und zum Schluss noch eine Mitteilung an die mitlesenden Arbeitgeber: Seht euch die grossartigen Kandidaten ü50 ruhig etwas genauer an. Ihr werdet die Extra-Franken, die ihr für die Pensionskasse des älteren Arbeitnehmers ausgeben müsst, bestimmt ganz schnell wieder einbringen. Denn mit dem richtigen Know-how Ihres neuen Arbeitnehmers werden Sie den Umsatz bestimmt kontinuierlich und nachhaltig steigern können.

 

job impuls AG – mit Motivation kennen wir uns aus!

Möchten Sie gerne informiert werden, wie Sie sich selbst am besten «verkaufen» können, ohne dass Ihr Alter ein Hindernis darstellt? Kommen Sie zu uns und lassen Sie sich von uns beraten.

 

Sie wünschen weitere Informationen zu diesem Thema? Oder Sie benötigen allgemeine Auskünfte? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme.
zurück